Aktive: Punkte bleiben (fast) alle da

An diesem Wochenende empfing man zu zwei hochinteressanten Partien den SV Gündringen im oberen Murgtal.
Für die Zweite stand nach dem Spiel gegen Tabellenführer Dorhan mit dem Tabellenzweiten das nächste Topspiel an.
Die Erste hatte nach Dornstetten und Dornhan wieder ein Kellerkind vor der Brust.

Zweite: 2:0- Vorsprung reicht erneut nicht

Der Dritte empfing den Zweiten in der Kreisliga B1. Nach dem 2:2 beim Tabellenführer konnte sich die Zweite weiter oben festsetzen. Allzu gerne wollte man mit einem Heimdreier ganz oben anklopfen.
Danny Blötscher musste erneut auf einigen Positionen umbauen. Im Tor zum zweiten mal Penshorn für Kauling. Spissinger und Kimmig wurden durch die beiden Finkbeiner ersetzt, für Seybold und Wickberg kamen Markus Schmelzle und Thomas Horikov.
Das Spiel begann gleich mit einem Höhepunkt durch Horikov, der jedoch die große Chance auf die frühe Führung vergab. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Spielerisch die Blötscher- Elf mit der deutlich feineren Klinge, blieb aber immer wieder im letzten Drittel zu ungenau. Die Gäste mit pfeilschnellen Spitzen nach 20 Minuten erstmals gefährlich vor dem Tor. Penshorn jedoch stark im 1:1, verhinderte den Rückstand. Kurz darauf die nächste Großchance für Gündringen. Was die Torchancen anging die Blauen nun im Vorteil.
Nach einer halben Stunde ein gut zu Ende gespielter Angriff über Markus Schmelzle und Jens Sattelberger. Eckball im Anschluss, kurz ausgeführt und Robin Faisst mit einem Traumtor zur Führung in den Winkel.
Gündringen blieb im Anschluss gefährlich. Wieder rettete Penshorn und sicherte die knappe Pausenführung.
Die effizientere Mannschaft führte und legte direkt nach der Pause nach. Nach Freistoß legt Faisst ab auf Sattelberger, der zum 2:0 vollendet.
Das Spiel blieb jedoch offen. Direkt im Anschluss vergeben die Gäste erneut nach einem groben Abwehrfehler.
In der Folge sank das Niveau des Spiels deutlich. Auf beiden Seiten viel Stückwerk. Die Zweite konnte es mit der Führung verschmerzen. Nach einem nicht gepfiffenen Foul blieb einer unserer Spieler liegen. Gündringen spielte weiter und erzielt nach 70 Minuten den Anschluss.
Die Gemüter erhitzten sich etwas und es wurde nickliger. Viele Freistöße waren die Folge. Entlastung der Heimelf kaum zu sehen. Zwei Minuten vor Ende kann Horikov, alleine vor dem Tor, die Entscheidung erzielen. Im Gegenzug bekommt man einen Spieler nicht verteidigt, dribbelt alle aus und schiebt zum Ausgleich ein. Bitter, denn im Anschluss folgte der Schlusspfiff.
Über die kompletten 90 Minuten ein gerechtes Remis. Wie es dann in den letzten Minuten zu Stande kam sehr unglücklich.
Platz vier mit 14 Punkten nach acht Spielen ein sehr erfolgreiches erstes Saisondrittel. Im Vergleich, letztes Jahr standen nach acht Spielen vier Punkte auf dem Konto.

Erste: Hochverdienter Heimsieg

Nach den beiden Remis zuletzt wollte Sven Schröder unbedingt die drei Punkte und damit einen kleinen Befreiungsschlag. Man wollte der Gejagte in Sachen Abstieg bleiben und den erspielten Vorsprung nicht weiter schmelzen lassen.
In der Startelf zurück waren Dani Gaspar und Mario Haist für Felix Gaiser (Bank) und Leon Finkbeiner(Leisten- Op). Bei den fraglichen Felix Broß und Timm Schuler konnte Schröder erleichtert sein, Beide konnten starten.
Und was das für ein Start war. Die erste Hälfte aus dem Dornhan- Spiel wurde scheinbar unter der Woche perfekt analysiert. Pascal Göcks und Nico Schuler in den ersten beiden Minuten mit kleinen Annäherungen. Vierte Minute – schöner Pass von Michael Schmelzle auf Nico Göcks, der frei durch das 1:0 erzielte. Perfekter Auftakt in das Spiel.
Zwei Zeigerumdrehungen später gab es Eckball nach einem Distanzschuss von Timm Schuler. Göcks auf Göcks im Fünfmeterraum – die Megachance leider vergeben.
Achte Minute – Gaspar auf Waltersbacher, der sich links im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durchsetzt und eiskalt auf 2:0 erhöht. Die Brust wurde breiter. Alle sehr präsent und zweikampfstark und das Ergebnis die logische Folge.
Nach 20 Minuten fand Gündringen etwas besser ins Spiel ohne jedoch Max großartig zu beschäftigen. Broß musste früh von Jonas Schleh ersetzt werden, der dann auch gleich die Chance zum Dritten auf dem Fuß hatte. Die Elf von Schröder spielte eine formidable erste Hälfte. Michael Schmelzle an den Pfosten, Nico Schuler aus fünf Metern nach Vorarbeit von Nico Göcks am leeren Tor vorbei, waren die besten Chancen aus einer Vielzahl. Gündringen einmal nach einem Abwehrschnitzer gefährlich,ansonsten ging es nach überzeugendem Spiel mit 2:0 in die Kabinen.
Ein trügerisches Ergebnis nach toller Leistung. Die Botschaft in der Halbzeit war klar, so weiter spielen und den Gegner nicht zurück kommen lassen.
Und genau das passierte. Gündringen gehörten die ersten Minuten und die erste große Chance.
In Person von Jonas Schleh vergab man dann selbst die Vorentscheidung. Das Spiel war in der Folge offen. Chancen auf beiden Seiten, Schmelzle und Göcks auf der einen Seite, Max hinten mit zwei tollen Paraden waren die Hauptakteure.
Nach knapp einer Stunde, dann doch der Anschlusstreffer für Gündringen. Die Angst auf den Rängen ging um, bloß nicht alles verspielen. Spiel wurde härter und umkämpfter. Die erste klare Aktion nach dem Gegentreffer vollendete Pascal Göcks nach schönem Solo von Waltersbacher zum 3:1. Ganz wichtiger Treffer in einer Phase, wo nicht klar war in welche Richtung das Spiel gehen würde. Jonas Schleh legte direkt nach. Mit seinem Premierentor erzielte er das 4:1.
Mit diesem Doppelschlag war das Spiel entschieden. Die letzten 20 Minuten waren Schaulaufen. Die Luft war raus.
Der so wichtige Dreier war eingefahren. Hochverdient nach einer spielerisch wie kämpferisch anspruchsvollen Leistung.
Mit nun 12 Punkten springt die Erste um drei Plätze auf Platz zehn nach oben. Das Entscheidende jedoch, die nun sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Kommende Woche geht es für beide Mannschaften nach Oberiflingen. Die Zweite ist auf beim Blick auf die Tabelle klarer Favorit. Bestätigt die Erste das Gezeigte, wird beim ebenfalls sehr gut gestarteten Aufsteiger etwas drin sein.